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67 => 58 Saatgut

SaatgutFrüher hat der Bauer sein Saatgut selber produziert, doch heute darf er patentgeschützte Samen nur dann vermehren, wenn der Patentinhaber das gestattet. Auch Hybridzüchtungen bringen die Bauern um ihr Recht auf Nachbau: Sie sind für eine Wiederaussaat weitgehend unbrauchbar. Ein grosser Teil unserer Gemüse, wie beispielsweise Mais, Broccoli oder auch Blumenkohl und ein Teil von Raps und Roggen stammen von Hybriden ab – auch in der biologischen Landwirtschaft.

Die Alternative zu Hybriden sind samenfeste Sorten. Samenfest sind Sorten dann, wenn aus ihrem Saatgut Pflanzen wachsen, die dieselben Eigenschaften und Gestalt haben, wie deren Mutterpflanzen. Das bedeutet, die Sorten können noch natürlich vermehrt werden. Durch ihre Vermehrung werden sie erhalten. Sie werden durch Wind oder Insekten bestäubt.

Die farbigen Kügelchen auf dem Feld im Frühjahr sind übrigens pillierte, gebeizte Samen. In der Schweiz wurde Saatgut von Rüben, Raps, Mais, Getreide, Zwiebeln, Kohl, Lauch und Salat mit Neonicotinoiden behandelt. Massenhaftes Bienensterben brachte die Neonicotinoide in die Schlagzeilen: Bereits wenige Milliardstel Gramm können eine Honigbiene töten.

ProSpecieRara-Sorten sind garantiert samenecht, frei von Gentechnik und Chemie und lokal vermehrt.

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Weiterführende Links und Quellen:

ProSpecieRara

No patents on seeds!

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Datum:April 29, 2015