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84 => 62 Traubenlese

TraubenleseIn der Landwirtschaft fallen auch heute noch viele Handarbeiten an – so z.B. in der Obst- und Traubenernte. Menschen mit gesunden Lebensmitteln zu verorgen ist ein attraktives Arbeitsumfeld für Menschen mit und ohne Behinderung. Der offensichtliche Nutzen der eigenen Arbeit beim Umgang mit Tieren und Pflanzen wirkt sich auf Menschen mit besonderen Bedürfnissen positiv aus, aber auch auf Burnoutpatienten, Ritalinabhängige und alle, die eine Aus- oder Übergangszeit benötigen. „Geschützte Arbeits­plätze“ schliessen eine Lücke zwischen dem freien Erwerbsleben einerseits und verschiedenen, spezialisierten Institutionen andererseits. Zwei Drittel aller Arbeitsplätze in der Landwirtschaft für Menschen mit Behinderung finden sich auf Biobetrieben. Das ist vor allem der Einstellung und dem Engagement derer geschuldet, die dort Verantwortung tragen. Es ist die gleiche Haltung, die ihren Ausdruck auch im Umgang mit der Natur und den Lebenschancen künftiger Generationen findet. Diese Betriebe tragen auch dazu bei, regional erzeugte landwirtschaftliche Produkte vor Ort zu verarbeiten und zu vermarkten. Sie unterstützen damit eine faire, umweltverträgliche Regionalvermarktung.

Manuelle Arbeit bedeutet ausserdem nicht nur optimale Qualität, sondern auch geringere Lebensmittelverluste. Das maschinelle Aussortieren von Lebensmitteln beginnt bereits auf dem Acker. Wenn beispielsweise die Grösse der Kartoffeln nicht der gewünschten Handelsnorm entspricht, werden sie gleich aussortiert und bleiben liegen, obwohl sie einwandfrei sind. Mit wertvoller Handarbeit kann dies verhindert werden.

Weiterführende Links und Quellen:

Gut vernetzt (FibL, PDF)

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Datum:April 28, 2015